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Entsorgungsmanager, Abfallmakler, Broker – was ist der Unterschied?

Wer im Netz nach Hilfe bei Entsorgungsverträgen sucht, stößt auf ein Sammelsurium von Begriffen: Abfallmakler, Entsorgungsberater, Broker, Vermittler, Manager. Die Wörter klingen austauschbar, dahinter stehen aber sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle – und die entscheiden, wessen Interessen im Verhandlungszimmer sitzen. Dieser Leitfaden ordnet die Rollen.

Die drei gängigsten Modelle

Wer verdient wie an Ihrem Entsorgungsvertrag?

1. Abfallmakler / Broker

Vermittelt zwischen Kunde und Entsorger und wird vom Entsorger provisioniert. Wirtschaftlich ist der Makler also Vertriebspartner des Entsorgers, nicht des Kunden. Für gefährliche Abfälle gelten die Erlaubnispflichten nach § 55 KrWG.

2. Klassischer Entsorgungsberater

Berät gegen Honorar. Modelle: Stundensatz (150 – 250 €), Tagessatz (1.200 – 2.500 €) oder prozentuale Erfolgsbeteiligung an der Ersparnis (typisch 30 – 50 % über eine feste Laufzeit). Der Berater ist unabhängig vom Entsorger.

3. Neutraler Entsorgungsmanager (unser Modell)

Verhandelt vorab mit Entsorgern Rahmenkonditionen für ein Portfolio-Volumen und gibt diese Konditionen direkt an den Kunden weiter. Kein Beratungshonorar, keine Erfolgsbeteiligung, keine Makler-Provision. Wir verdienen an der Differenz zwischen unseren verhandelten EK-Preisen und dem Kundenpreis, der trotzdem deutlich unter dem individuellen Marktpreis liegt.

Vergleich in Zahlen

Was 1.000 € Ersparnis in jedem Modell wirklich kosten.

AusgangssituationObjekt mit 10.000 € Entsorgungskosten p. a.
Ersparnis-Potenzialca. 1.000 € (10 %)
Abfallmakler: Sie bekommen den Preis, den der Entsorger dem Makler gibt (typisch 2 – 5 % Provision im Preis versteckt). Netto-Ersparnis für Sie oft nur 400 – 600 € – der Rest bleibt beim Makler.
Klassischer Berater (Erfolgsbeteiligung 40 %, 3 Jahre): Sie sparen 1.000 € brutto, zahlen aber 3 × 400 € = 1.200 € Beratungshonorar. Ergebnis: −200 € nach drei Jahren.
Klassischer Berater (Stundenhonorar): 20 Stunden × 200 € = 4.000 € einmalig. Amortisation frühestens nach vier Jahren – wenn das Volumen groß genug ist.
Neutraler Entsorgungsmanager (unser Modell): Sie bekommen den Preis aus unseren Rahmenkonditionen. Kein Honorar, keine Prozente auf die Ersparnis. Ersparnis im ersten Jahr ist Ihre Ersparnis, ohne Abzug.
Die drei Fragen, die Ihnen die Rolle verraten

So erkennen Sie, mit wem Sie wirklich sprechen.

1. „Wer bezahlt Sie?"

Wenn die Antwort „der Entsorger" oder „ich bekomme eine Vermittlungsprovision" lautet, sitzen Sie mit einem Abfallmakler am Tisch. Das ist nicht per se schlecht, aber Sie sollten wissen, wessen Interessen im Zweifel überwiegen.

2. „Wie hoch ist Ihr Honorar?"

Ein Stundensatz oder eine Erfolgsbeteiligung deutet auf einen klassischen Berater hin. Rechnen Sie das Honorar über die geplante Vertragslaufzeit hoch, bevor Sie unterschreiben – oft schrumpft die Netto-Ersparnis dramatisch.

3. „Wer schreibt die Verträge?"

Wenn Ihr Vertragspartner der Entsorger ist und der Berater/Makler nur „danebensteht", tragen Sie die Vertragsrisiken (Preisanpassungsklauseln, Mengenreklamationen) allein. In unserem Modell ist RSS Ihr direkter Vertragspartner – Konditionen und Reklamationen laufen zentral über uns.

4. „Kann ich jederzeit den Entsorger wechseln?"

Bei Maklern und klassischen Beratern oft ja, aber ohne die Rahmenkonditionen. Bei uns bleibt der Preis vertraglich gesichert, weil er nicht am einzelnen Entsorger hängt, sondern an unserem Rahmenvolumen.

FAQ

Häufig gestellte Fragen zu Rollen und Preisen.

Ist ein Abfallmakler illegal?

Nein. Vermittlung nicht gefährlicher Abfälle ist erlaubnisfrei. Für gefährliche Abfälle (Gefahrgut, viele Sonderabfälle) braucht der Makler eine behördliche Erlaubnis nach § 55 KrWG.

Warum verhandelt ihr keine Erfolgsbeteiligung?

Weil das die Interessen auseinandertreibt: In einer Erfolgsbeteiligung verdient der Berater mehr, je höher der Ausgangspreis war – also möglichst spät und möglichst gründlich prüfen. Für den Kunden ist das ineffizient. Unser Modell koppelt unseren Ertrag an das laufende Vertragsvolumen, nicht an die Ersparnis – so haben wir dasselbe Interesse wie Sie: einen sauber laufenden, dauerhaften Vertrag.

Wie kommt es, dass ihr überhaupt günstiger seid als der Direkteinkauf?

Weil wir Volumen bündeln. Ein einzelnes Objekt mit 5.000 € Jahres-Entsorgung bekommt beim Entsorger andere Preise als ein Portfolio-Bündel mit 50 Objekten und 250.000 € Jahresvolumen. Unsere Rahmenkonditionen entstehen aus dem Bündel. Sie profitieren, ohne selbst Verhandlungsmacht bündeln zu müssen.

Was passiert, wenn ihr insolvent geht?

Ihr Vertrag mit dem operativen Entsorger existiert unabhängig und wird ohne uns weitergeführt. Der einzige Effekt: Sie verlieren die Rahmenkonditionen und rutschen auf den regulären Marktpreis des Entsorgers. Deshalb ist unsere Bonität als GmbH kein Nebenthema – prüfen Sie sie ruhig, wir stellen HRB-Auszug und Registereintrag transparent bereit.

Kostenfrei und unverbindlich

Prüfen Sie unser Modell am eigenen Objekt.

Sie schicken uns Ihre aktuellen Bescheide und Verträge – wir zeigen Ihnen schwarz auf weiß, was ein neutraler Entsorgungsmanager konkret für Ihr Objekt herausholt. Kein Honorar, kein Kleingedrucktes.

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